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Südafrika / südliches Namibia 2005
Gansbaai war neben Kapstadt das einzige Ziel, dass wir nach 2003 nochmals aufsuchten. Am Vortag um 18 Uhr in Kapstadt angekommen, war ich am nächsten Tag bereits um 10 Uhr im Käfig auf ein Wiedersehen mit den grossen weissen Haien. Dabei konnten wir am ersten Tag 9 dieser vom Aussterben bedrohten eleganten Meeresräuber beobachten. Der Wettergott hat es diesmal nicht so gut mit uns gemeint, wegen des rauhen Klimas und der stürmischen See mussten die Ausfahrten an den nächsten 2 Tagen abgesagt werden. Stattdessen relaxten wir in Hermanus, dort hat man weltweit die besten Möglichkeiten Wale vom Land aus zu beobachten. Die nächsten Tage verbrachten wir entlang der Garden Route zwischen Mossel Bay und Port Elisabeth. Bei zum Teil sehr anstrengenden Wanderungen durch tropische Regenwälder, vorbei an einsamen, wunderschönen Strandabschnitten erkundeten wir die Landschaft. Höhepunkt: die zerklüftete Felsenküste im Tsitsikamma NP und die Region um Knysna. Über den Outeniquapass ging es weiter in die kleine Karoo nach Oudtshoorn, dem Weltzentrum der Straussenzucht. Beim Besuch einer Straussenfarm konnte Margit ihr Geschick bei einem Ritt probieren, ich war mit meinen 85 kg zu schwer dafür. Die wohl grösste Attraktion der kleinen Karoo stellen die Cango Caves dar, unterirdische Dolomithöhlen mit phantastischen Tropfsteinformationen. Im Addo Elephant Park sahen wir mehrere Stunden einer grossen Elefantenfamilie zu , die ihr 1Tage altes Baby von allen Seiten behütet und geschützt hat, sodass es nur schwer zu fotografieren war. Über das historische Graaf Reinet führt die Route in die Wüste der grossen Karoo. An Schlaf war hier in unserer mit Strohdach bedeckten Hütte nicht zu denken, kurz vorm Einschlafen krabbelte eine südafrikanische "Riesenspinne", die an Grösse und Aussehen einer Tarantel ähnelte, hinter dem Vorhang hervor, eine kleinere wurde neben dem Fenster entdeckt. Anschliessend sehr frühe weitschweifende Fahrt in die Diamantenstadt Kimberley, weiter zur faszinierenden Dünenlandschaft nach Witsand zum eigentlichen Höhepunkt der Reise, dem Kgalagadi Transfrontier Park (ehemals Kalahari Gemsbok NP).
Nach 4 aufregenden Tagen mit vielen Tiererlebnissen, unter anderem die mächtigen Kalahari Löwen mit der dunklen Mähne, vielen Jungtieren, einer Antelopengeburt und einigen Schlangenerlebnissen (Kap-Kobra und Puffotter) verbrachten wir 2 interessante Tage bei den Buschmännern der Kalahari, den "San".
Nach dem Besuch der Augrabie Fälle fuhren wir für 5 Tage ins südliche Namibia zum Fish-River-Canyon (zweitgrösster Canyon der Welt), nach Lüderitz und zur Geisterstadt Kolmannskuppe. Weiter zum Köcherbaumwald nach Messosaurus, benannt nach dem vor kurzen entdeckten, sehr gut erhaltenen ältesten Fossil des südl. Afrikas, einem Messosaurus (ca. 280 Mill. Jahre alt). Über das Namaqualand mit einem Abstecher zum Vogelparadies nach Lamberts Bay, weiter durch die Cederberge, schliesst sich der Ring nach 7.700 gefahrenen Kilometer wieder in Kapstadt.
Alle Bilder und Texte unterliegen dem Copyright von Wolfgang Kunstmann. |

Unsere Route: Kapstadt-Gansbaai-De Kelders-Hermanus-George-Knysna-Storms River-Oudtshoorn-Cango Caves-Swartbergpass-Port Elisabeth-Addo Elephant-Graaf Reinet-Grosse Karoo-Kimberley-Witsand-Kgalagadi Transfrontier Park-Augrabie-Fischflusscanyon-Lüderitz-Kolmannskuppe-Messosaurus-Papkuilsfontein-Lamberts Bay-Cederberge-Kapstadt. | |